Aggressive Birkenpollen und wie man sich schützen kann

Heuschnupfen ist der häufigste Grund, warum Menschen sich gerade nicht auf den Frühling freuen. Gerade Birkenpollen sind neben Ambrosia und Gräsern die häufigsten pflanzlichen Auslöser von Heuschnupfen. Vor allem in sogenannten Mastjahren produzieren die Bäume deutlich mehr Pollen. Kommen dann auch noch Wind und Trockenheit dazu, fliegen die Pollen oft hunderte Kilometer weit und niemand ist wirklich vor ihnen sicher.

Gestresste Stadtbäume sind besonders gefährlich

Ja, Sie lesen richtig, Bäume lassen sich von dem städtischen Trubel stressen. Im Vergleich mit ländlichen Bäumen konnte man feststellen, dass vor allem Birken in der Stadt viel aggressivere Pollen hervorbringen. Vor allem hohe CO2-Werte tragen zu einem vermehrten und veränderten Pollenaustrag bei. Zudem binden Pollen den Schmutz der Atmosphäre, was bedeutet, dass mit ihnen auch diverse Umweltgifte eingeatmet werden, die eine allergische Reaktion zusätzlich verstärken können.

Die Medikamentöse Behandlung

Die einzig wirkungsvolle Behandlung eines Heuschnupfens ist die Hyposensibilisierung, der jedoch immer ein Allergietest vorausgeht, um zu erkennen, wogegen man tatsächlich allergisch ist. Dazu muss man seinen Körper regelmäßig kleinen Mengen der Allergene aussetzen, um nach einiger Zeit ein wenig immun zu werden. Diese müssen längst nicht mehr via Spritze verabreicht werden, auch in Tablettenform für zu Hause gibt es bereits eine Hyposensibilisierung. Sie sollte immer mit einem erfahrenen Arzt abgestimmt sein. Alternativ gibt es auch Medikamente zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehrreaktion auf die Pollen, diese können aber sehr müde machen und sollten möglichst nicht dauerhaft eingenommen werden, damit sie ihre Wirkung nach gewisser Zeit nicht verlieren.

Hilfreiche Tipps zum Schutz vor Pollen

Wer sich jedoch nicht oder nicht ausschließlich mit Tabletten und Spritzen Abhilfe schaffen möchte, für den gibt es trotzdem noch diverse Möglichkeiten, sich vor den Pollen zu schützen.
So können Sie zum Beispiel vor Ihre Fenster im Haus sogenannte Pollenschuttgitter anbringen und auch der Filter in Ihrem Auto sollte regelmäßig, etwa einmal im Jahr und vorzugsweise im Herbst, ausgetauscht werden. Hängen Sie Ihre Wäsche möglichst nicht draußen auf und ziehen Sie sich auch nicht erst im Schlafzimmer aus, um die Pollen von dort fernzuhalten. Sie verbringen schließlich einige Stunden täglich in diesem Raum und müssen sich in dieser Zeit erholen können. Abendliches Haarewaschen ist hier ebenfalls förderlich, da sich auch in Haar Pollen sammeln, die Sie sonst mit ins Bett tragen. Schließlich kann man auch versuchen, zu den Stoßzeiten im Jahr an einen Ort zu verreisen, an dem es diese Pollen nicht oder zu dieser Zeit nicht gibt, das wird sich aber in der Praxis nur schwer umsetzen lassen, da Pollen weit fliegen können und sich nicht auf die Woche genau im Vorfeld festlegen lässt, wann es genau losgeht. Sport sollte zu diesen Zeiten auch lieber ins Gebäude verlegt werden, da Sie durch die Anstrengungen vermehrt tief einatmen müssen, um genug Sauerstoff aufzunehmen. Günstig ist für Sie ein Aufenthalt im Freien zu dieser Jahreszeit immer nach einem kräftigen Regen, da die Pollen sämtlich zu Boden gedrückt worden sind und die Luft ganz sauber ist.

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