Häufig im Doppelpack mit Demenz oder Depressionen

Was sich nach einem ganz schlechten Scherz anhört, ist offenbar Wirklichkeit: Diabetes scheint die Häufigkeit von Demenz und Depressionen zu beeinflussen. So sollen laut Forschern 10% der Diabetiker an Depressionen leiden, das Risiko für Altzheimer sich für Zuckerkranke ebenfalls beinahe verdoppeln. Die unheimliche Erkenntnis muss deshalb in die Behandlung mit einbezogen werden, um möglicherweise einen Teufelskreis zu verhindern. Wer depressiv ist oder dement, wird weniger konsequent dem Diabetes entgegenwirken können, gleichzeitig verändert ein nicht richtig eingestellter Diabetes offenbar auf neurologischer Ebene Teile des Gehirns. Dabei dürfte die tragische Logik dahinter kaum verwundern, denn wann immer der Stoffwechsel nachhaltig gestört ist, kann der Körper nicht mehr vernünftig versorgt werden. Ganz am Rande bemerkt hängen noch viel mehr Krankheiten an der gemeinsamen Ursache Zucker: auch Krebs ernährt sich in einem vom Zucker überforderten Körper von diesem und kann andersrum durch eine zuckerreduzierte Ernährung bis zu einem gewissen Grad eingedämmt werden.

Die Volkskrankheiten anders wahrnehmen

Es ist daher immens wichtig, dass die modernen Volkskrankheiten, zu denen nun mal der Diabetes wie auch die unterschiedlich Formen von Demenz und Depressionen gehören, anders wahrgenommen werden. Sie sind kein unausweichliches Schicksal, dem man sich zu ergeben hat, und sie entstehen und verschlimmern sich auch nicht von und für sich allein. Sie müssen zukünftig ganzheitlich betrachtet und behandelt werden, um einen Erfolg zu erzielen. Dazu ist der verstärkte Austausch zwischen den Experten notwendig. Mediziner und Psychologen müssen hier enger miteinander zusammen arbeiten. Aber auch die Menschen müssen verstehen, dass die Zunahme dieser Art von Erkrankungen begründet ist. Sie sind nicht verweichlicht oder schwach mit einer Depression, und ihre Ursache liegt nicht zwingend in einer mit „Früher“ vergleichbar harmlosen Situation. Viele Faktoren unserer modernen Welt greifen ineinander und verändern uns. Oft verstehen wir diese Verkettungen noch nicht gut genug, um etwas dagegen zu tun. Schnelllebigkeit, Digitalisierung, industrielle Ernährung und Kleidung, Kosmetik und vieles andere noch wachsen und verändern sich schneller, als wir uns darauf einstellen können.

Dem Diabetes vorbeugen heißt Depressionen vorbeugen

Es gibt natürlich keine Garantien, wenn man gesund leben und den Krankheiten vorbeugen will. Auch Erkrankte werden vermutlich nicht geheilt, so diszipliniert sie auch leben. Aber in jedem Fall können Sie Ihren Lebensstandard verbessern, wenn Sie ein paar einfache Regeln befolgen: Die richtige Ernährung trägt natürlich stark dazu bei, den Zuckerhaushalt zu regulieren. Generell gilt es, fette, weizen- und zuckerhaltige Nahrung so gut es geht zu vermeiden. Statt Kuchen zum Kaffee kann es auch mal ein Obstsalat sein. Selbstgemachtes ist auch immer eine gute Wahl, denn da entscheiden Sie selbst, was und wie viel davon in Ihrer Mahlzeit landet. Selbst oder besser noch gemeinsam kochen kann auch ein Erfolgserlebnis sein, das gerade Depressionen ein wenig vorbeugen kann.

Neben der ausgewogenen Ernährung gibt es noch einen weiteren elementaren Faktor zur Prävention und Behandlung von Diabetes: Bewegung. Sie sorgt für den Aufbau von Muskeln und diese wiederum ziehen die Glukose (den Zucker) aus den Gefäßen in die Zellen, die daraus wiederrum Energie gewinnen. Positiver Nebeneffekt: Sie schütten Glückshormone aus, spüren relativ schnell einen Erfolg und machen Ihren Kopf frei vom Stress des Alltags. Auf diese Weise beugen Sie körperlichem wie geistigem Verfall vor.

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